Mein Kind geht in die Kinderkrippe – Was nun?

Kinderkrippe

Wenn das Kind in die Kinderkrippe kommt, beginnt für die ganze Familie ein neuer Lebensabschnitt. Zunächst ist mit einer Eingewöhnungszeit zu rechnen, die je nach Kind unterschiedlich lange ausfallen kann – zwischen zwei bis drei Tagen bis zu zwei Monaten.

Wie läuft die Krippeneingewöhnung ab?

Viele Eltern befürchten ein trauriges Kind und Tränen bei der Eingewöhnung, doch das ist nicht zwingend. Natürlich wird das Kind mit einer grundsätzlich neuen Situation konfrontiert, muss neue Bezugspersonen und Räumlichkeiten kennenlernen. Doch das kann auch spannend sein. Wir führen jedes Kind Schritt für Schritt an die Situation heran, wobei die erste Aufgabe darin besteht, eine neue Bezugsperson zu etablieren. Das wird eine der Erzieherinnen sein. Da es ausserdem viele andere Kinder gibt, läuft die Eingewöhnung grundsätzlich gestaffelt ab, wobei Neulinge um 14 Tage zeitversetzt in den Krippenalltag starten. Damit muss sich die betreffende Erzieherin nicht gleich um zwei neue Kinder kümmern. Damit sie auf jeden Neuankömmling gut vorbereitet ist, erfragt die Leitung der Einrichtung beim Eingewöhnungsgespräch mit den Eltern genauestens die Bedürfnisse des Kindes. Hierbei geht es um Interessen, Vorlieben und auch Ess- und Schlafgewohnheiten.

Die ersten Tage in der Kinderkrippe

Mindestens für die ersten drei Tage besucht ein Elternteil gemeinsam mit dem Kind die Einrichtung. Der Aufenthalt beschränkt sich auf maximal eine Stunde, ein Trennungsversuch findet nicht statt. Das Kind gewöhnt sich ein und hat durch die anwesende Mama oder den Papa grundsätzliches Vertrauen. Der Elternteil soll sich so unauffällig wie möglich verhalten, damit das Kind die neue Situation selbst erkundet. Wenn es aber zur Mama läuft, zeigt sie ihm: Ich bin da! Viele Kinder nehmen jedoch von sich aus Kontakt zur Bezugsperson auf, die sofort Spielmöglichkeiten bietet und sich insgesamt dem kleinen Schützling intensiv zuwendet. Sie beobachtet auch die Interaktion zwischen dem Kind und dem anwesenden Elternteil. Dabei wartet sie, bis Mama oder Papa ihren Liebling an sie übergeben können, ohne dass das Kind dabei allzu sehr gestresst wird. Erst dann beginnt die Phase, in welcher sich Eltern verabschieden. Anfangs verbleiben die Kinder höchstens einen halben Tag in der Krippe, die Zeit kann nach einigen Wochen bis Monaten ausgedehnt werden.

Was passiert, wenn die Kinderkrippe das Kind stresst?

Dieser Vorgang ist gar nicht so leicht zu erkennen, wie wir alle landläufig glauben. Die Kinder müssen nicht weinen oder sich in eine Ecke verkriechen. Dennoch könnten sie leiden und im späteren Leben auf die frühen Verlustängste mit einer Depression reagieren. Um nun diesen Stress zu minimieren, müssen Krippen sehr angepasst auf die Bedürfnisse der Kinder reagieren, was auch eine Frage der Ausstattung und der Qualifikation des Personals ist – letzten Endes also eine finanzielle Frage, die politisch richtig entschieden werden muss. Allerdings gibt es bei adäquaten Voraussetzungen durchaus Unterschiede zwischen den Einrichtungen, welche die Eltern schon beurteilen können. Wenn nun die offenbar passende Krippe gewählt wurde, sollte zumindest ein Elternteil für einige Monate bis ein Jahr auf die Vollzeitbeschäftigung verzichten, um die Krippenzeit für das Kind nicht überzustrapazieren. Damit lässt sich die Eltern-Kind-Bindung in dieser neuen Lebensphase fortsetzen: Der mögliche Stress durch die Krippe wird deutlich sinken.

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